Nachdem wir einen schönen Badetag am ersten Tag in Trstenik gemacht haben, entschließen wir uns für einen Fahrradausflug am zweiten Tag. Nach dem Frühstück fahren wir in Richtung Dingač – Borak, westlich von Trstenik. Die kleine Straße in diese Richtung ist nicht leicht zu erwischen. Sie geht links hoch bei dem Eckcafé, rechts vom Lebensmittelgeschäft. Nach ca. 100 Metern, da hört der Ort auf, geht es wieder links bergauf in Richtung Friedhof. Wenn man einen Friedhof als schön bezeichnen kann, dann diesen. Am Friedhof vorbei, geht die gut asphaltierte Straße zunächst leicht bergauf, links die wunderbare Aussicht auf Korčula. Nach einigen Metern fangen die steilen Weinberge und Olivenhaine an. Nach fünf Kilometern kommt man zu einer Abzweigung, links geht es zu der kleinen Ortschaft Borak hinunter. Dort entdecken wir ein Fischrestaurant, direkt über dem Meer. Leider sind wir zu früh da, sie sperren erst um 12 Uhr auf. Macht nichts, daneben ist ein kleiner wunderschöner Kiesstrand, nicht überlaufen, und so genießen wir noch ein Bad im recht kalten Meer, vor dem Mittagessen. Das Restaurant sperrt pünktlich auf und wir bestellen uns Muscheln, dazu einen exzellenten Rotwein. Den Dingač, der an diesen Hängen und im Landesinneren angebaut wird. Der Kellner gibt uns den Hinweis, dass sich die Weinkellerei im Landesinneren befindet, in Potomje. Und diese sollten wir besuchen, was wir einige Tage später auf unserer Weiterreise nach Brela auch tun (die unterirdische Weinkellerei ist riesengroß und sehr beeindruckend). Gut gestärkt und leicht beschwipst, der Rotwein war ganz schön stark, fahren wir, besser gesagt, schieben wir unsere Fahrräder wieder den Berg hoch, bis zur Straße oben, die nach Trstenik führt. Wenn man oben angekommen ist, kann man eine parallele Straße, die oberhalb der normalen Straße führt, nehmen. Zu dieser gelangt man aber erst nach 500 Metern in die gegensätzliche Richtung, nach Potomje. Es ist eine schmale Straße, die rechts hoch Richtung Trstenik führt, auf dem Straßenschild steht Richtung Drme. Sie liegt höher und der Ausblick ist noch spannender. Man kommt da automatisch kurz vor Trstenik wieder auf die ursprüngliche Straße. Beide Straßen, die eng sind, sind kaum befahren. Es sind uns die ganze Strecke nur ein paar Autos begegnet. Wie schon gesagt, der Ausblick bei der Rückfahrt ist fantastisch, man hat immer die Insel Mljet vor Augen, dahinter das weite Meer. Die Gesamtstrecke beträgt ca. 12 Kilometer, nicht anstrengend mit normalen Bikes. Aber wichtig, der Weg ist das Ziel, und der Weg war wunderschön. Morgen legen wir wieder einen gemütlichen Badetag ein, am Kiesstrand von Trstenik.

Kiesstrand in Borak

Die steilen Weinhänge von Dingač (oberer Weg)


